SaU
Back_menue_head
Veranstaltungen 2018
Historie

WILLKOMMEN in STOLPE


auf Usedom

Sehenswert
Gastronomie
Ferienwohnungen
und Gewerbe
Stolper Sauerei
Jubiläumsprogramm
Schloss mieten
Heiraten im Schloss
Über Stolpe

Immer was los in STOLPE

!

AKTUELL

Historie

Die Gegend von Stolpe auf Usedom wurde schon früh besiedelt, davon zeugen viele früh- und urgeschichtliche Funde. 2,5 km nördlich von Stolpe befindet sich südlich der B 110 eine slawische Burganlage, eine Niederungsburg. Auf dem Satellitenbild erkennt man noch die Zweigliedrigkeit der Anlage. Die sichtbaren Überreste sind das einstige Grabensystem der Burg. Es bestand hier eine ovale, fast viereckige Hauptburg, die von einer südlichen Vorburg bogenartig umgeben war. Die Nord-Süd Ausdehnung des gesamten Burgkomplexes beträgt ca. 120 m mit Grabenanlage. Solche Burgen waren in der mittel- und jungslawischen Zeit typisch in der Region und waren Wohnorte lokaler slawischer Adliger mit Hofstaat (Handwerker, Bewacher, Kaufleute usw.). Sicher dienten solche Burgen auch in Kriegszeiten der Bevölkerung als Zuflucht.
 
In geringer Entfernung von diesem Burgwall befindet sich eine frühdeutsche Turmhügelburg (ab 1230), die wohl für den Lokator während der deutschen Ostexpansion errichtet wurde. Eine weitere dieser Turmhügelburgen befindet sich nahe am Ort, im späteren Gutspark. Dorthin wurde sicher der Sitz des Lokators verlegt, weil die örtlichen Gegebenheiten dort besser waren für die Anlage eines Herrschaftssitzes.
 
Stolpe wurde erstmals 1218 urkundlich als „Stolp“ genannt. In der Urkunde erlaubt Herzog Bogislaw II. den Kauf von Ackerflächen durch das Kloster Grobe. Urkundenzeuge war ein Thomas, Priester in Stolpe. Der Ortsname leitet sich vom altslawischen Wort stlŭpŭ für Säule oder „Fischständer im Fluss“ ab, einer Vorrichtung zum Fischfang.
 
In den 1330er Jahren veräußerte Martin von Winterfeld auf Kagenow und der Plötzenburg (Plötz bei Jarmen) einen Teil seines Besitzes auf Usedom, darunter Ländereien bei Stolpe und Dargen und vermachte den Erlös als Stiftung dem Kloster Pudagla.
Von 1251 bis 1754 war die Familie von Schwerin mit einer selbstständigen Seitenlinie Besitzer des Gutes; danach dann die Familien Gregorius Friedrich von Schmalensee (bis 1783), von Lepel (bis 1794), Krauthoff (bis 1835), Vogel (bis 1865) und Bernhard Graf von Schwerin und Erben (1895 bis 1945). Schloss Stolpe von 1590 aus der Renaissance wurde barock und um 1895 historisierend umgebaut.
 
Das Dorf ist ein Angerdorf mit Dorfteich, Kirchhof und Kirche. Südlich des Angers befand sich das dominierende Gut mit Schloss und nordöstlich der Kirche das Dorf mit den Landarbeiter- und Handwerkerkaten. Südöstlich des Gutes befand sich ein großer Schlosspark, der heute wesentlich kleiner und stark verwildert ist.
 
1648, nach dem Westfälischen Frieden wurde Stolpe auf Usedom wie ganz Pommern schwedisch, nach dem Frieden von Stockholm vom 1. Februar 1720 preußischer Besitz. Nach der Verwaltungsreform 1815 kam Stolpe zur preußischen Provinz Pommern und gehörte von 1818 bis 1945 zum Landkreis Usedom-Wollin.
 
Seit 1835 bis 1880 hatte sich das Dorf schon wesentlich erweitert, besonders um den Anger, es entstanden zwei Windmühlen am Ort und eine Ziegelei am Achterwasser. Diese Gewerbeanlagen verschwanden um 1920. 1880 erhielt die Ortschaft 1,5 km nördlich einen Eisenbahnanschluss mit Haltepunkt an der Strecke Ducherow-Swinemünde. Gegenüber der Kirche im Schlosspark wurde eine gesonderte Grabanlage der Familie von Schwerin angelegt, die heute noch vorhanden ist.
 
Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Schloss, Gut und Kirche geplündert.
Copyright 2017 Gemeinde Stolpe auf Usedom
Kontakt
Impressum
Haftungsausschluss
Datenschutz